VERFLUCHT NORMAL

Fr 3. bis Mo 6. Juli um 16.15 Uhr
Di. 7. und Mi. 8. Juli, jeweils um 18.15 Uhr (Di. in OmU)

Dass ein unkontrollierbares „Problemkind“ mal mit dem Orden des British Empire
ausgezeichnet werden würde, damit hätte wohl niemand gerechnet, am allerwenigsten
John Davidson selbst. In den frühen 1980er Jahren wächst John in einer schottischen
Kleinstadt auf, als er im Alter von 12 Jahren beginnt unter heftigen Nerventicks zu leiden.
Mit dem Ausbruch einer erst Jahre später als Tourette-Syndrom diagnostizierten
Erkrankung wird sein Leben zu einem endlosen Spießrutenlauf. Weder in der Schule noch
Zuhause werden seine Ticks und spontan ausgestoßenen Flüche als Symptome gesehen,
sondern er wird ermahnt, gehänselt und sogar bestraft. Fast 15 Jahre später lebt John mit
Mitte 20 noch bei seiner Mutter. Er nimmt so starke Medikamente, dass ihm die
Nebenwirkungen fast jeden Lebensmut rauben. Die zufällige Begegnung mit seinem
Schulfreund Murray und dessen Mutter Dottie bringt endlich eine Wendung. Dottie ist
Krankenschwester und akzeptiert John, wie er ist. Sie nimmt ihn in ihrer Familie auf und
findet sogar einen Job für ihn als Assistent des Gemeindezentrum-Hausmeisters Tommy.
Ein aberwitziges Vorstellungsgespräch, bei dem Tommy wie kein anderer auf Johns Ticks
und Flüche reagiert, legt den Grundstein für eine innige Freundschaft zwischen den
beiden. Und langsam findet John den Mut und die Zuversicht, ein selbstbestimmtes Leben
zu führen…

„Erzählt wird die wahre Geschichte des jungen Schotten John Davidson, der am Tourette
Syndrom leidet. In den frühen 1980er-Jahren wird das auffällige Verhalten nicht als
Krankheit erkannt. Für John wird das Leben zu einem einzigen Spießrutenlauf. Bis er in
der Mutter eines Freundes einen rettenden Engel findet. Das Außenseiter-Drama kommt
(fast) ohne Kitsch und falsche Töne aus. Statt Sentimentalitäten beherrschen
Wahrhaftigkeit und feiner britischer Humor das exzellent gespielte, sehr bewegende
Aufklärungsstück…“ (programmkino.de)

Davor zeigen wir den Kurzfilm TIC TIC TACK.

GB 2025, Farbe, 121 Min., FSK: ab 12
Regie: Kirk Jones
Mit Robert Aramayo, Maxine Peake, Peter Mullan