Preview am 22. Juli um 18.45 Uhr
Einmal nach Syrakus und zurück – davon träumt Paul Gompitz. Mit einer Reise nach
Sizilien will er auf den Spuren des Dichters Johann Gottlieb Seume wandeln. Da gibt es
nur ein Problem: Wir schreiben das Jahr 1982 und Paul lebt in der DDR. Alle Versuche,
eine offizielle Genehmigung für seine Ausreise zu bekommen, scheitern. Eine
Besuchsreise zu seiner Cousine? Die Mitgliedschaft in der Liga für Völkerfreundschaft?
Eine Studienreise? Alles wird abgelehnt! Was bleibt ihm anderes übrig? Paul muss seine
Flucht planen. Was die Sache nicht einfacher macht: Er will danach auch wieder nach
Hause zurück. Zurück nach Rostock, zur Ostsee, zu seiner Frau Anne. Paul ersinnt einen
verwegenen Plan …
Regisseur Lars Jessen („Mittagsstunde“) erzählt in SPAZIERGANG NACH SYRAKUS von
unstillbarer Sehnsucht und großem Mut, von tiefer Liebe und inniger Loyalität – und vom
Wunsch, die Welt zu sehen, ohne die Heimat zu verlieren. Der Film entstand nach Motiven
des Romans „Der Spaziergang von Rostock nach Syrakus“ von Friedrich Christian Delius
(erschienen im Rowohlt Verlag), der wiederum auf der realen Flucht von Klaus Müller
beruht. Mit feinem Humor und großen Emotionen blickt der Film auf deutsche Geschichte
– und verhandelt dabei erstaunlich gegenwärtig das Spannungsfeld zwischen Freiheit und
Zugehörigkeit sowie die Frage, wie weit man gehen kann, ohne den anderen zu verlieren.
Deutschland 2026, Farbe, 97 Min
Regie: Lars Jessen
Mit Charly Hübner, Lina Beckmann, Thorsten Merten
