CHRONOS – FLUSS DER ZEIT

Matinée am Karfreitag, 3. April um 12 Uhr

„Strom, alleine immer kann ich dich lieben nur …“ (Johannes Bobrowski: Sarmatische Zeit)
Der Fluss Chronos, antiker Name der Memel, durchfließt die Region Sarmatien. Ihm folgt Volker Koepp auf
der Suche nach den Schicksalen der Menschen, die an diesen Ufern leben – und kehrt dabei immer wieder zu
jenen zurück, die seine früheren Filme geprägt haben. Doch CHRONOS – FLUSS DER ZEIT ist auch das
Porträt einer Region im Wandel. Über fünf Jahre dauerten die Dreharbeiten. Die russische Invasion der
Ukraine, die Covid-19-Pandemie prägen das Erleben genauso wie sowjetische Vergangenheit und die Narben,
die der Holocaust in den Gemeinschaften hinterlassen hat.

Auf den Spuren der Gedichte von Johannes Bobrowski drehte Volker Koepp 1972 seinen ersten Film im
historischen Landschaftsraum östlich der Weichsel zwischen Ostsee und Schwarzem Meer, in der Spätantike
„Sarmatien“ genannt. Eine Welt, die nach dem Zweiten Weltkrieg zum sowjetischen Imperium gehörte.
Später drehte Koepp in dieser Gegend mit KALTE HEIMET (1994), HERR ZWILLING UND FRAU
ZUCKERMANN (1998) oder IN SARMATIEN (2013) einen ganzen Zyklus von Filmen. Es ging um
Begegnungen mit Menschen, ihrem Alltag, ihren von politischen Umbrüchen geprägten Biografien, um
nationalsozialistischen Terror, die Ermordung der Jüdinnen und Juden, stalinistische Verfolgung und
Hoffnungen auf gesellschaftliche Veränderungen. CHRONOS – FLUSS DER ZEIT fügt diesen Geschichten
ein neues, entscheidendes Kapitel hinzu – als filmische Montage, in der sich Vergangenheit und Gegenwart
fragmentarisch verbinden.

Wegen der Länge des Films: Eintritt 15, ermäßigt 14 Euro.


Deutschland 2026, Farbe, 198 Min., FSK: ab 12
Regie: Volker Koepp