Do 23. bis So 26. Juli um 17 Uhr
Bärbel Bohley war eine ostdeutsche Künstlerin und Bürgerrechtlerin. Sie wurde 1988 als
Oppositionelle in der DDR verhaftet und zwangsweise in den Westen abgeschoben. Über
die Zeit in Westdeutschland und ihre Reisen nach England, Frankreich und Italien, sowie
ihre Begegnungen mit westeuropäischen Intellektuellen und Politikernund Politikerinnen
führte sie ein Tagebuch als Zeugnis ihres ungebrochenen Widerstands. Nach 6 Monaten
erkämpfte sie ihre Rückkehr in die DDR – ein einmaliger Vorgang. Sie wurde
Mitbegründerin der Bürger-rechtsbewegung ‚Neues Forum‘ und das prominente Gesicht
der friedlichen Revolution 1989. Sie verstarb 2010 an Krebs.
Die kurze intensive Phase radikaler Veränderung 1988–89 in der DDR steht im Fokus des
Films. Parallel zu den Stationen des Tagebuchs, denen die Filmerzählung folgt, schildern
enge Freunde und Mitstreiterinnen ihre eigenen Erfahrungen mit der Staatssicherheit, den
perfiden Unterdrückungsmaßnahmen und den Haftbedingungen im Gefängnis Berlin
Hohenschönhausen. Auch die Frage, ob politische Häftlinge in den Gefängnissen
möglicherweise radioaktiv verstrahlt wurden, wirft ein neues Licht auf das Regime der
DDR. Zudem ergänzen die Protagonisten und Protagonistinnen die eigenen Aussagen
Bohleys durch ihre Perspektive auf ihre Ausbürgerung und ihre Biografie.
Deutschland / Schweiz 2025, 96 Min
Ein Film von Fosco Dubini, Barbara Marx
