zur Filmbeschreibung

Programm für: Freitag 23.08.2019

DER FALL COLLINI

Deutschland 2019, Farbe, 122 Min., FSK: ab 12
Regie: Marco Kreuzpaintner
Darsteller: Elyas M'Barek, Min.Alexandra Maria Lara, Franco Nero, Heiner Lauterbach, Manfred Zapatka, Jannis Niewöhner, Rainer Bock, Catrin Striebeck, Pia Stutzenstein, Peter Prager

Anwalt Caspar Leinen gerät über eine Pflichtverteidigung an einen spektakulären Fall: Über 30 Jahre lang hat der 70jährige Italiener Fabrizio Collini unbescholten in Deutschland gearbeitet und dann tötet er anscheinend grundlos den angesehenen Großindustriellen Hans Meyer in dessen Berliner Hotelsuite. Für Caspar steht weit mehr auf dem Spiel als sein erster großer Fall als Strafverteidiger. Das Opfer ist der Großvater seiner Jugendliebe Johanna und war wie ein Ersatzvater für Caspar. Zudem hat er mit der Strafverteidiger-Legende Richard Mattinger einen Gegner, der ihm haushoch überlegen scheint. Caspar muss herausfinden, warum Collini ausgerechnet einen vorbildlichen Menschen wie Meyer ermordet hat. Auch das öffentliche Interesse an dem Fall ist immens, doch Collini schweigt beharrlich zu seinem Motiv. Als Caspar gegen alle Widerstände immer tiefer in den Fall eintaucht, wird er nicht nur mit seiner eigenen Vergangenheit konfrontiert, sondern stößt auf einen der größten Justizskandale der deutschen Geschichte und eine Wahrheit, von der niemand wissen will.

Es ist sicher nicht einfach, über ein halbes Jahrhundert nach Ende des Zweiten Weltkrieges Interesse zur Geschichte nationalsozialistischer Verbrechen zu wecken. Doch Regisseur Marco Kreuzpaintner gelingt es mit seinem exzellent besetzten Drama noch einmal Licht ins Dunkel dieses immer wieder verdrängten Kapitels zu bringen. Basierend auf dem Justiz-Roman des Bestsellerautors Ferdinand von Schirach beleuchtet er spannend einen der größten Justizskandale der deutschen Geschichte. Mit Hauptdarsteller Elyas M’Barek als idealistischen Junganwalt erschließt sich hoffentlich auch der jüngeren Generation dieses wichtige, komplexe Thema. Denn die Schlussstrichmentalität der Nachkriegsgesellschaft mit der verordneten „Gnade der späten Geburt“ kann keine Lösung sein. (programmkino.de)

Do 13. und Fr 14. Juni jeweils um 15.15 Uhr
So 16. bis Mi 19. Juni täglich um 17.15 Uhr

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