Preview VATERLAND

Preview am Mi 26. August um 19 Uhr

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs begeben sich Literaturnobelpreisträger Thomas Mann und seine Tochter, die Schauspielerin, Autorin und Kabarettistin Erika, auf eine Reise durch ein Deutschland in Trümmern – von Frankfurt in der amerikanischen Besatzungszone bis ins sowjetisch kontrollierte Weimar.
Zum Goethe-Jubiläum wünscht man sich auf beiden Seiten der innerdeutschen Grenze Worte des Trostes, der Zustimmung und der Vergebung vom größten aller Erzähler. Zwischen euphorischen Wagner-Erben und literarisch versierten Generälen wird Deutschlands wichtigster Schriftsteller hofiert und manchmal auch beschimpft, während das Drama seiner eigenen Familie leise eskaliert. Es ist das erste Mal seit dem Krieg, dass Thomas Mann in sein Heimatland zurückkehrt, aus dem er einst ins Exil geflohen war. Eine Reise in die verwundete deutsche Seele, die heilen soll – sie wird für Erika und den Zauberer, wie seine Kinder Thomas Mann oft nannten, zu einer Reise ins Innerste.

Ein schwieriges Verhältnis plagte die Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg mit ihren Künstlern, denen, die im Land geblieben, sich vielleicht auch dem Regime angedient hatten, aber auch mit denen, die ins Exil gegangen waren. So wie Thomas Mann, von dessen Rückkehr nach Deutschland der polnische Regisseur Paweł Pawlikowski in seinem stilistisch markanten Film „Fatherland“ erzählt, der in Cannes mit dem Preis für die beste Regie ausgezeichnet wurde und Ende Juni des Filmfest München eröffnet.
Schon in IDA und Cold WAR erzählte der polnische Regisseur Paweł Pawlikowski vom Leben im Europa der Nachkriegszeit, FATHERLAND bildet nun den losen Abschluss einer inoffiziellen Trilogie. Erneut in kontrastreichem schwarz-weiß gefilmt, in den fast quadratischen Bildern des Kinos jener Zeit, in meist starren, brillant komponierten Einstellungen.
“ (programmkino.de)

FR / PL / DE / IT 2026, S/W, 82 Min., FSK: o. A.
Regie: Paweł Pawlikowski
Mit Sandra Hüller, Hanns Zischler, August Diehl, Anna Madeley, Devid Striesow