Do 1. bis Di 6. Oktober täglich um 18.45 Uhr
Mi. 7. Oktober um 17 Uhr
Im Jahr 2030 ist der ehemaligen Schauspielerin Frau Winkler nichts mehr geblieben als ihre Tochter Emi und Enkelin Billie. Ihr geliebter Ehemann und Bühnenpartner ist viel zu früh verstorben; aus ihrer Trauer hat Frau Winkler nie ganz herausgefunden und sich immer ganz auf Emi verlassen. Als diese, ebenfalls Schauspielerin, ein Theaterengagement annimmt und endlich ihr eigenes Leben in die Hand nehmen will, ist ihre Mutter nach einem Unfall plötzlich auf intensive Hilfe angewiesen, und es muss schnell eine Lösung her:
ein Pflegeroboter, den die Krankenkasse stellt. Frau Winkler fühlt sich gedemütigt und wehrt sich vehement gegen die maschinelle Zuwendung. Doch dann entwickelt sich eine unerwartete Freundschaft zwischen der 80-Jährigen und dem äußerst „belesenen“ Roboter, den sie Pawlowitsch nennt und der zu ihrer Verzückung wunderbar Tschechow rezitieren kann.
Aber Pawlowitsch ist nicht nur eine interessante neue Gesellschaft für Frau Winkler, er übermittelt auch ihre sich stetig verschlechternden Vitalwerte an ein auf Effizienz bedachtes
Gesundheitssystem. Pawlowitsch verspricht, ihr beizustehen, aber kann eine künstliche Intelligenz einem Menschen ein Versprechen geben, das auch zu halten ist?
FRAU WINKLER VERLÄSST DAS HAUS ist zugleich eine Verbeugung vor der Schauspielkunst und einer Ikone des deutschen Films, Angela Winkler, die in der Titelrolle eine der unvergesslichsten Leistungen ihrer Karriere liefert.
An ihrer Seite brillieren unter anderem Laura Tonke und Josef Ellers.
Davor zeigen wir den Kurzfilm MENSCH UND MASCHINE.
Deutschland 2026, Farbe, 108 Min.
Regie: Doris Dörrie
mit Angela Winkler, Laura Tonke, Josef Ellers, Zoë Baier, Via Jikeli,
Eugene Boateng, Sabrina Amali
