Do 9. bis Mi 15. Juli um 18.45 Uhr
Lea hat sich bei einer Castingshow beworben. Der Redakteur fragt: „Wer bist Du und was
macht Dich aus?“ Lea weiß es nicht und beginnt, nach einem passenden Ich zu suchen.
Unterdessen wird in ihrem Heimatort das Museum kostspielig aus EU-Töpfen saniert,
während zeitgleich die Pension ihrer Familie ums wirtschaftliche Überleben kämpft.
Leas Familie, das sind ihre Eltern, Matze und Rieke, frisch getrennt da Rieke schwanger
von einem neuen Mann ist, allerdings noch recht ungeübt in den neuen
Familienverhältnissen. Ihre Großeltern, die ebenfalls selbst genug Probleme haben,
miteinander und mit ihrem Waldhotel, das in der abgelegenen Region mehr Geld
verschlingt als es einbringt. Und ihre Tante Kati, in der zwar Lea ein Vorbild sieht, die sich
aber mit ihrem kulturhistorischen Anspruch als Museumsleiterin in der ostdeutschen
Provinzstadt gerade keine Freunde macht. Auch in der eigenen Familie nicht. Selbst Leas
beste Freundin Bonny ist anderweitig beschäftig, denn sie ist frisch verliebt in Leas
aktivistischen Cousin Edgar.
Wer also ist die Kandidatin Lea – welche Homestory lässt sich daraus machen? ETWAS
GANZ BESONDERES ist eine Familiengeschichte. Und eine Gemengelage.
Mit ihrem dritten Spielfilm nach ALLES IST GUT und IVO ist Eva Trobisch ein liebevoll
schmerzhaftes Familienporträt gelungen. Dabei konnte sich die Regisseurin und
Drehbuchautorin auf ein exzellentes Ensemble verlassen – allen voran Neuentdeckung
Frida Hornemann als Lea, die mit einer beeindruckenden, oft aufgestaut wirkenden
Zurückhaltung spielt; gefolgt von Max Riemelt als Vater Matze, der darum bemüht ist, alles
zusammen zu halten; Eva Löbau als Leas Tante Kati; Peter René Lüdicke und Rahel Ohm
als Großeltern, die schon so lange miteinander hadern, dass es für sie der Normalzustand
ist; Gina Henkel als Mutter Rieke sowie Florian Lukas als der neue Mann in deren Leben.
„Eva Trobisch (zeigt) familiäre Dynamiken, die konsequent überraschen, schockieren,
belustigen, berühren oder sogar verstören. 4,5 Sterne.“ (Filmstarts )
„Ein außergewöhnlicher, sehr schöner Film, und tatsächlich etwas ganz Besonderes im
Kino.“ (Artechock)
Deutschland 2026, Farbe, 115 Min., FSK: ab 12
Regie und Buch: Eva Trobisch
mit Frida Hornemann, Max Riemelt, Eva Löbau, Peter René Lüdicke, Rahel Ohm
