DIE BLUTGRÄFIN

Do 5. bis So 8. November um 21 Uhr


Jahrhunderte nach ihrem mysteriösen Verschwinden taucht die Blutgräfin (Isabelle Huppert) im
heutigen Wien wieder auf. Der Legende nach ist sie eine der fleißigsten Vampirinnen des 16.
Jahrhunderts, die sich reihenweise Dienstmädchen schmecken ließ. Gemeinsam mit ihrer treuen Zofe Hermine (Birgit Minichmayr) versucht sie, ein gefährliches Buch aufzuspüren, das die Macht besitzt, alles Böse zu vernichten – einschließlich Vampire.
Doch auch die Konkurrenz ist hinter dem Buch her: eine Allianz aus Vegetariern und Ordnungsmächten will sie und ihre Wiener Vampir-Bande dingfest machen. Und ein Kongress kleingeistiger Geisteswissenschaftler plant gar die Analyse der
„Identität der Vampire im Zeitalter ihrer digitalen Reproduzierbarkeit“.
Als Untersuchungsgegenstand jedoch taugt die Blutgräfin nicht, lieber begibt sie sich selbst auf Schnitzeljagd entlang der prächtigen historischen Orte Wiens. Zwei Vampirforscher und ein Polizeiinspektor sind ihnen dicht auf den Fersen durch gesellige Gruften, über Friedhöfe und auf Riesenräder: überall sind Spuren zu entziffern, die zum Buch der Bücher führen. Die morbide Welt des alten Wiens – eine Bibliothek unendlicher Möglichkeiten.

„Vampire gehen immer. Seit Stummfilmtagen beherrschen Blutsauger die Leinwand. Allein „Graf
Dracula“ bringt es auf über 170 Versionen. Nun wird das Genre geadelt durch Dialoge einer
Literaturnobelpreisträgerin. Elfriede Jelinek schreibt, Isabelle Huppert spielt: das klingt wie einst in
DIE KLAVIERSPIELERIN von Michael Haneke. Diesmal sitzt freilich Ulrike Ottinger auf dem
Regiestuhl. Die Avantgardistin wird ihrem Ruf als visueller Wirbelwind gerecht. Sie zelebriert
opulente Schauplätze und Kostüme in einem opernhaften Rausch. Als Sahnehäubchen darf Conchita Wurst ihren Eurovision-Siegertitel „Rise Like a Phoenix“ pompös zum Besten geben. Ein
horrorhumoristischer Tanz der Vampire mit Wiener Blut und Wiener Schmäh. Die läppischen Figuren mit ebensolchen Namen mögen etwas blutleer erscheinen. Dafür überzeugen grandiose Kulissen samt eindrucksvoller Ausstattung
.“ (programkino.de)

Davor zeigen wir den Kurzfilm IM RAHMEN.

Österreich, Luxemburg, Deutschland 2026, Farbe, 119 Min., FSK: ab 12
Regie: Ulrike Ottinger
Mit Isabelle Huppert, Birgit Minichmayr, Thomas Schubert, Lars Eidinger, Karl Markovics