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NOME DI DONNA


Italien 2018Farbe, 98 Min. OmU
Regie: Marco Tullio Giordana
Darsteller: Cristiana Capotondi, Michela Cescon, Valerio Binasco, Stefano Scandaletti

Trailer

Nina lebt mit ihrer Tochter in Mailand am Existenzminimum. Umso glücklicher ist sie, als sie einen neuen Job als Altenpflegerin in einer edlen Seniorenresidenz auf dem Land erhält. Der Neustart gelingt, zumal sich Nina zunächst gut mit ihren Kolleginnen versteht. Doch nach einer Zeit bemerkt sie, dass die anderen Pflegerinnen eine Last mit sich herumtragen, die unmittelbar mit dem Chef der Einrichtung, Marco Maria Torri, zusammenzuhängen scheint. Als dieser Nina eines Abends zu sich ins Büro bestellt, kommt Torri ihr unangemessen nah und belästigt sie sexuell. Ninas Verdacht wird bestätigt: Torri nutzt seit Jahren seine Stellung aus, um mit den Pflegerinnen zu schlafen.
EINE FRAU NAMENS – so lautet die Übersetzung des italienischen Filmtitels. Diese Frau wird von Cristiana Capotondi verkörpert, die seit den späten 90er-Jahren zu Italiens populärsten Schauspielerinnen zählt. Regie führte der Mailänder Marco Tullio Giordana. Er wurde einem internationalen Publikum im Jahr 2000 mit dem Polit-Drama 100 SCHRITTE bekannt, für das er bei den Filmfestspielen in Venedig mit dem Preis für das beste Drehbuch prämiert wurde.
Sein Film schildert das Leid einer mutigen Frau, die nicht nur sexuelle Nötigung über sich ergehen lassen muss sondern den Kampf gegen das frauenfeindliche System auch noch weitestgehend alleine führt.
Kevin Spacey, Ben Affleck, Brett Ratner, Dustin Hofmann oder auch James Franco - alle diese Protagonisten der Filmbranche sehen sich bis heute massiven Vorwürfen sexuellen Missbrauchs ausgesetzt. Das italienische Drama NOME DI DONNA verlagert die Thematik des strukturellen Machtmissbrauchs nun von der Glitzerwelt Hollywoods in ein Seniorenheim in einer ländlichen Region Italiens. Die Botschaft des sich in der zweiten Hälfte zum Justiz-Drama entwickelnden, überzeugend gespielten Films: Sexismus und Chauvinismus finden sich in allen Branchen, Milieus und gesellschaftlichen Klassen. Und die Folgen für die Betroffenen sind verheerend.“ (programmkino.de)

Preview am Mi 24. Juli um 19.15 Uhr