Do 7. bis So 10. September 2017

11. SommerMusikWelten - Weltmusik- und Filmfestival


Dieses Festival findet im 11. Jahr in Lich statt, veranstaltet von künstLich e.V. und dem Kino Traumstern. Auch in den vergangenen Jahren hat das Kino Traumstern das Musikprogramm durch Filme ergänzt, die in einem thematischen Zusammenhang mit den Konzerten standen. Während die Konzerte an einem Wochenende stattfinden, laufen die Filme innerhalb eines ganzen Monats. Nun werden erstmals Konzerte und Filme in einem Gesamtkonzept als Weltmusik- und Filmfestival zusammengeführt.
Zu den Konzerten werden Ensembles und KünstlerInnen eingeladen, die entweder authentische, traditionelle Musik ihrer jeweiligen Kultur spielen oder in denen MusikerInnen unterschiedlicher Kulturen zusammenwirken und so neue, eigenständige Musikformen entstehen lassen. Die Konzerte finden im Kino Traumstern und im Kulturzentrum Bezalel-Synagoge statt, das mit seinem einzigartigen Saal und seiner besonderen Akustik eine angemessenen Atmosphäre für besondere Konzertabende bietet.
Die Filme, die im Rahmen des Festivals gezeigt werden, beschäftigen sich häufig mit der Situation von MusikerInnen und KünstlerInnen in den  unterschiedlichsten Ländern. Ein Beispiel ist der Film „Mali Blues“, ein Dokumentarfilm, der die Lebenswelt von Blues-Musikern in Mali beleuchtet. Dabei werden sowohl Dokumentar- als auch Spielfilme gezeigt. Die genauen Daten entnehmen Sie bitte dem Programm des Kino Traumstern für den Monat September.
Das Festival SommerMusikWelten ist eine Vernstaltung im Rahmen des Kultursommers Mittelhessen
Ein Festivalpass für alle 4 Konzerte kostet 40 Euro
Vorverkaufskarten sind im Kino Traumstern erhältlich
Reservierungen für die Konzerte hier


TANGO TRANSIT – jazz world tango


Drei kreative wie virtuose Instrumentalisten mit ungewöhnlicher Akkordeon-Kontrabass-Schlagzeug-Besetzung führen die Emotionalität, Expressivität, Melancholie, Extase und Dynamik, die man mit der Musik und dem Lebensgefühl Tango assoziiert, in neue Sphären. Wie selbstverständlich setzen Martin Wagner (Akkordeon), Hanns Höhn (Kontrabass) und Andreas Neubauer (Schlagzeug) unterschiedliche Musikstile von Klassik über Blues und Cajun bis zu Funk und Drum’n’Bass in Bezug zueinander. Für eine energiegeladene, zeitlose Musik von ansteckender Spielfreude und eine ganz eigene Farbe in der europäischen Jazz-Landschaft.
2008 entstanden die ersten Tango Transit-Aufnahmen. Martin Wagner schrieb die Stücke und im Zusammenspiel mit zwei weiteren ausgezeichneten Instrumentalisten, Hanns Höhn und Andreas Neubauer, war ein neuer, eigener Sound schnell klar erkennbar. Die beiden bringen dazu individuelle Einflüsse aus der langjährigen Zusammenarbeit mit Kollegen völlig unterschiedlicher Couleur ein. Kontrabassist Hanns Höhn hat sich mit seinem Duo-Projekt FrauContraBass und als Sideman in Deutschlands Jazzszene einen Namen gemacht. Schlagzeuger Andreas Neubauer hat nach 20 Jahren der Zusammenarbeit mit namhaften Künstlern wie Glashaus, der Rapperin Sabrina Setlur und dem brasilianischen Grammy-Gewinner Ivan Santos eine künstlerische Wende vollzogen. In seiner Wahlheimat Paris spielt er vorwiegend in Straight Ahead-Besetzungen wie u.a. der Band des Saxophonisten Xavier Richardeau.
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Eintritt 18, erm. 15 Euro Reservieren

Do 7. September um 19.30 Uhr im Kino Traumstern

SORNIZA – Musik aus Osteuropa


Sorniza ist der bulgarische Name für den Stern der Schönheit und Liebe. Wir kennen diese wandlungsfähige Königin der Nacht auch als Venus. In ihrem strahlenden Zyklus verheißt sie uns am Abend wunderbare, betörende Nächte oder sie verabschiedet uns in der Morgendämmerung erwartungsvoll in den jungen Tag. Dieser Zauber, Verführung und Anmut findet sich in Musik und Klanggestaltung der zwei göttlichen Virtuosen Georgi Kalaidijev (Violine) und Veronica Todorova (Akkordeon) wieder. Ihre musikalischen Begleiter sind Ognyan Savov Gitarre und Radoslav Lakovski Perkussion.
Ein Ausnahme-Ensemble, dessen Name Sorniza, gleichzeitig für authentischen Klang überlieferter Volksmusik, kunstvoll und zauberhaft gewobene Klanggestaltung steht.
Ob Musical, Oper, Folk, Ethno, Klassik oder Jazz, in allen Stilrichtungen spricht das Ensemble Sorniza mit ihren Rhythmen und Klangsprache die Emotionen ihres Publikums an.
Eintritt 15, erm. 12 Euro Reservieren

Fr 8. September um 19.30 Uhr im Kulturzentrum Bezalel-Synagoge

Workshop


Workshop mit den Musikerinnen von AQUABELLA
grenzenlos singen
Kosten pro Teilnehmer 60,- €
Anmeldung bis zum 28. August bei künstLich eV


AQUABELLA - - Weltmusik acapella


AQUABELLA gelten im Weltmusik-Bereich als das renommierteste Vokalensemble Deutschlands. Ihre besondere Programmgestaltung und ihre mitreißende Bühnenperformance lässt jedes Konzert der „Stimmgrazien“ zu einem großen Erlebnis werden. Das Frauen-Vokalensemble aus Berlin singt seit Jahren in mehr als 20 Sprachen. Ihre Konzerte und Auftritte führen sie quer durch Europa, ihre wunderbar arrangierten Programme durch die ganze Welt - Musik, Gesang und Tanz, gesammelt auf den Basaren rund um den Globus. Mit musikalischen "Reisen" bringen sie Hits, Weisen und Volksgut auf die Bühne, u.a. aus Japan, Kanada, Brasilien, Griechenland, Portugal und Bulgarien, z.B. das japanische Kirschblütenlied "Sakura", welches für Schönheit, Aufbruch und Vergänglichkeit steht, "Ederlezi", das Lied der Roma, mitreißend und ursprünglich, den durch Ofra Haza unvergesslich gewordenen Hit "Im nin alu" sowie Filmmusik wie "Adiemus" oder ein neu arrangiertes "Hijo de la luna".
Eintritt 18, erm. 15 Euro Reservieren

Sa 9. September um 19.30 Uhr im Kulturzentrum Bezalel-Synagoge

BLUE MANGO & Ensemble Aramesque


Bridges – Musik verbindet präsentiert: Blue Mango
the flowing string trio & Ensemble Peace – Aramäische & Arabische Lieder
Das Projekt „Bridges“ bringt Musiker unterschiedlicher Herkunft, Hautfarbe, Kultur und Religion zusammen, die gemeinsam Musik erarbeiten und neu gestalten. Gegründet wurde das Projekt im Herbst 2015 in Frankfurt a. M. mit dem Ziel, geflüchteten Musikern Gesicht und Stimme zu geben und sie mit Musikern aus Deutschland zusammenzubringen. „Bridges präsentiert zwei der zur Zeit insgesamt neun Ensembles.
Blue Mango: Ina Kleine-Wiskott, durch die Band „Hotel Ost“ bekannte Weltmusik-Violinistin und bei dem Komponisten Heiner Goebbels studierte Grenzgängerin in Musikimprovisation und Komposition suchte beim Projekt Bridges ähnlich experimentierfreudige Musiker. Mit Mohanad Almoslli, in Syrien bekannter Flamenco-Gitarrist und Komponist, und Pejman Jamilpanah, im Iran bekannter Spieler der Langhalslaute Tar, Komponist und Sänger, fand sie zwei Virtuosen, die durch ihre Mentalität und den jeweils eigenen Stil in der Kombination einen inspirierenden Crossover -Stil entstehen lassen.Eigenkompositionen, Klezmer, iranische Kunstmusik, Flamenco, Gypsy und Zitate klassischer europäischer Kunstmusik erklingen im Flow – voller Energie, Sensibilität und Spannung.
Das Ensemble Peace spielt traditionelle aramäische Gesänge, die bis ins 3. Jahrhundert nach Christus zurück reichen sowie traditionelle und aktuelle Stücke aus dem östlichen Mittelmeerraum. Die Ensemblemitglieder erarbeiten zusammen neue Interpretationen dieser traditionellen Werke.
Dabei spielt die Kombination von östlichen und westlichen Instrumenten (Oud, Flöte, Kontrabass) sowie die jeweilige musikalische Prägung der Musiker (orientalisch, europäisch-klassisch, Renaissance-Musik und Jazz) eine bedeutende Rolle. Das Ensemble stellt den friedvollen und sich gegenseitig bereichernden Dialog zwischen der deutschen, aramäischen, türkischen und arabischen (Musik)kultur ein der Vordergrund.
Maria Kaplan, Gesang, ist Aramäerin, in der Türkei geboren und mit vier Jahren mit ihrer Familie nach Deutschland geflohen. Nach vielen Jahren im Investmentbanking entschied sie sich 2015 dazu, ihr Leben der Musik und dem Singen aramäischer Lieder zu widmen. Johanna-Leonore Dahlhoff studierte Flöte in Hamburg und Hannover und Musiktherapie in Berlin. Sie ist freischaffende Flötistin und Musiktherapeutin und seit April 2016 Leiterin der Initiative „Bridges – Musik“ verbindet. Mustafa Kakour, Oud, kommt aus Syrien, wo er Musik an der Homs Universität studierte. Er arbeitete in Masyaf als Musiklehrer. Markus Wach studierte Kontrabass und Gitarre im Bereich Jazz an der Hochschule für Musik Mainz. Schon früh begeisterte er sich für verschiedene Musiktraditionen aus aller Welt, vor allem jüdischer Musik und dem arabischen Maqam. Er spielt verschiedene andere Saiteninstrumente wie Oud, Rubab oder Domra um die verschiedenen Musikwelten besser verstehen zu lernen.
Eintritt 15, erm. 12 Euro Reservieren

So 10. September, 19 Uhr Kulturzentrum Bezalel-Synagoge