Zu Gast im Traumstern

das Organisationsteam des Keramikmarkts Lich


Film & Informationsveranstaltung in Kooperation mit dem 1. Keramikmarkt Lich
JENNY RASCHE UND DIE KINDERHILFE SIEBENBÜRGEN

Die Kinder der Roma leben in bitterster Armut, Hunger ist ihr Alltag. Ein Slum mitten in Europa. Jenny Rasche entdeckte die Roma-Siedlung in der Nähe von Sibiu, als sie 2007 mit einem Hilfstransport auf dem Balkan unterwegs ist. Sie gründete eine Hilfsorganisation und zog mit ihrer Familie nach Rumänien.
Die Dokumentation AUS DEM LEBEN EINES SCHROTTSAMMLERS beschreibt das Leben in einer Roma-Familie in Bosnien. Bosnien - Rumänien: Armut ist hier wie da das Merkmal im Leben der Roma. Was im Kinofilm eindringlich gezeigt wird, hat uns bewegt, zum ersten Keramikmarkt in Lich (30.09. und 01.10.2017) eine EMPTY BOWLES Spendenaktion zugunsten der Kinderhilfe Siebenbürgen durchzuführen. Mit dem Film möchten wir auf das Elend der Roma aufmerksam machen.
Über 9000 Euro pro Monat benötigt Jenny inzwischen, um ihr Hilfsprogramm am Laufen zu halten.
„Wir haben uns dieser Sache auch vollkommen verschrieben. Kinder sind keine Spielbälle, die man hin und her wirft, wenn man einfach mal was anfängt und dann wieder sein lässt. So etwas darf man auf keinen Fall tun. Kinder sind kleine Seelen, die einfach unsere Unterstützung brauchen. Und sie haben auch letztendlich ihre Hoffnungen in uns gelegt. Wir wären ganz schön schlechte Erwachsene, wenn wir uns umdrehen würden - egal, was los ist.“ (Jenny Rasche)

Der Film:
AUS DEM LEBEN EINES SCHROTTSAMMLERS – Epizoda u zivotu beraca zeljeza
Bosnien und Herzegowina / Frankreich / Slowenien / Italien 2013, Farbe, 74 Mi, OmU, FSK: o. A.
Buch und Regie: Danis Tanoviæ
Darsteller: Nazif Mujiæ, Senada Alimanoviæ, Sandra Mujiæ, Šemsa Mujiæ

Nazif und seine Frau Senada sind Roma und leben in ärmlichen Verhältnissen am Rande der Stadt Sarajevo. Während Nazif versucht, Geld mit gesammeltem Schrott aus ausgeschlachteten Autos zu verdienen, kümmert sich seine Frau um den Haushalt und die beiden Töchter.Als sie eines Tages starke Schmerzen im Unterleib hat und in der Klinik erfährt, dass ihr ungeborener Sohn tot ist, ist guter Rat teuer: Senada droht eine Blutvergiftung und die dringende Operation ist für die Familie nicht zu bezahlen. Da Senada keine Versicherung hat, will sie das Krankenhaus nicht behandeln. Ein Kampf gegen die Zeit, den Tod und die Hoffnungslosigkeit beginnt…

„Er ist der berühmteste Filmemacher aus Bosnien und Herzegowina: Danis Tanoviæ. Dabei geht der Regisseur schon seit seinem mit dem Oscar prämierten Debüt NO MAN's LAND (2001) hart mit seiner Heimat ins Gericht. Natürlich spielt dabei vor allem der Balkankrieg eine Rolle, aus dem das Staatengebilde erst hervorging. Sein neuer Film spielt aber in der Gegenwart und prangert die soziale Ungleichheit und die Diskriminierung der Roma in Bosnien und Herzegowina an. AUS DEM LEBEN EINES SCHROTTSAMMLERS wurde bei der diesjährigen (2015) Berlinale mit dem Großen Preis der Jury ausgezeichnet.“ (programmkino.de)

„Ein großartiges Dokudrama.“ (Der Tagesspiegel)

In Vorfeld des Keramikmarkts Lich am 30.9. und 1.10. laden
die Organisatoren des Keramikmarkts Lich und Kino Traumstern
zur gemeinsamen Veranstltung und werben für die Unterstützung der Empty Bowles – Spendenaktion.
Matinée am 24. September um 12 Uhr


zu Gast Regisseur Frank Goehre


ZEIGEN WAS MAN LIEBT
Deutschland 2016, Farbe, 84 Min.
Ein Dokumentarfilm von Torsten Stegmann, Frank Göhre, Borwin Richter

Trailer

Filmemachen, leidenschaftlich, mit vollem Risiko: Die „Münchener Gruppe“ machte sich in den Siebzigern daran, das deutsche Kino zu revolutionieren, mit wenig Budget und viel Experimentiergeist. Das „Bungalow“ neben dem Kino „Türkendolch“ war eins der Schwabinger Treffpunkte dieser Gruppe, die sich vom Geist der Nouvelle Vague und dem US-Kino inspirieren ließ. Iris Berben, Star der Münchner Filmer, nimmt in diesem Dokumentarfilm mit auf die Zeitreise – ein wilder Trip, gespickt mit Kurzfilmausschnitten und Interviews mit den Gallionsfiguren einer Kino-Ära, die bis heute nachwirkt. (Ankündigungstext Filmfest München)
Matinée am Di 3. Oktober um 12 Uhr

zu Gast Regisseur Joakim Demmer


DAS GRÜNE GOLD
Schweden, Deutschland, FinnlanD 2016, Farbe, 82 Min.
Regie: Joakim Demmer
mit Argaw Ashine, Omot Agwa Okwoy, Ivan Holmes, David Pred

Trailer

Ackerland – das neue grüne Gold. Weltweit wächst die kommerzielle Nachfrage nach Anbauflächen für den globalen Markt, eine der lukrativsten neuen Spielflächen ist Äthiopien. In der Hoffnung auf große Exporteinnahmen verpachtet die äthiopische Regierung Millionen Hektar Land an ausländische Investoren. Der Traum von Wohlstand hat jedoch seine dunklen Seiten: es folgen Zwangsumsiedlungen riesigen Ausmaßes, über 1 Millionen Kleinbauern verlieren ihre Lebensgrundlage, die Böden werden überfordert – die Antwort ist eine Spirale der Gewalt im Angesicht einer paradoxen Umweltzerstörung. Denn zu dieser Entwicklung tragen auch Milliarden Dollar Entwicklungshilfe von Institutionen wie der EU und Weltbank bei. Und wer sich in den Weg stellt, erfährt die harte Hand der Regierung. Dies muss auch der junge äthiopische Umweltjournalist Argaw lernen, der seine Stimme erhebt – und sich damit selbst in Gefahr bringt.
Transnationale Landinvestitionen als Konjunkturmaschine oder Ausverkauf des eigenen Landes. Die einen hoffen auf große Gewinne und Fortschritt, die anderen verlieren Existenz und Zuhause. Der erschreckenden Wahrheit auf der Spur trifft der schwedische Regisseur Joakim Demmer auf Investoren, Entwicklungsbürokraten, verfolgte Journalisten, kämpfende Umweltaktivisten und vertriebene Bauern. Ein ungeheuerlicher Real-Thriller, der von den scheinbar entlegenen Ecken Äthiopiens über die globalen Finanzmetropolen direkt auf unseren Esstisch führt.

Regisseur Joakim Demmer stellt seinen Film in der
Matinée am So 8. Oktober um 12 Uhr persönlich vor.
Der Film läuft zudem Do 5. bis Mi 11. Okt täglich 19 Uhr