Zu Gast im Traumstern

Regisseurin SONIA KENNEBECK


NATIONAL BIRD-WOHIN GEHT DIE REISE, AMERIKA?

USA/ Deutschland 2016, Farbe, 92 Min., FSK: ab 12
Regie und Buch: Sonia Kennebeck

Trailer

Der Dokumentarfilm NATIONAL BIRD begleitet Menschen, die entschlossen sind, das Schweigen über eine der umstrittensten militärischen Maßnahmen der jüngeren Zeit zu brechen: Den geheimen Drohnenkrieg der USA.
Im Zentrum des Films stehen drei Kriegsveteranen der US-Air-Force, die in unterschiedlichen Funktionen selbst an diesem Krieg beteiligt waren. Ihre Mitschuld an der Tötung Unbekannter – und möglicherweise Unschuldiger – auf weit entfernten Kriegsschauplätzen lässt sie nicht zur Ruhe kommen.
Schließlich gehen sie an die Öffentlichkeit – ohne Rücksicht auf mögliche Konsequenzen. Im Verlauf des Films nehmen ihre Geschichten dramatische Wendungen: so fährt eine der Protagonistinnen selbst nach Afghanistan, wo sie mit einem grauenhaften Vorfall und dessen Opfern konfrontiert wird. Doch ihre Reise bietet auch Anlass für Frieden und Versöhnung.
„Eine der umstrittensten Entscheidungen der Obama-Regierung ist die Ausweitung des so genannten Drohnenkriegs, das angeblich punktgenaue Angreifen feindlicher Ziele, das „klinische“ Töten von Terroristen. Wie fragwürdig diese Art der Kriegsführung ist zeigt Sonia Kennebeck in ihrer Dokumentation „National Bird“, die ihren Blick etwas zu sehr auf amerikanische Soldaten richtet und eher emotional als intellektuell überzeugt.“ (programmkino.de)

Am Donnerstag, 25. Mai um 20 Uhr stellt Regisseurin Sonia Kennebeck ihren Film persönlich im Traumstern vor


die Regisseurinnen Juliane Irene Peters und Jutta Feit und KANAANI CHOR aus Tansania


SING IT LOUD – Luthers Erben in Tansania
Deutschland 2017, Farbe, 99 Min., FSK: o.A.
Regie: Juliane Irene Peters und Jutta Feit

Trailer

Sehenswerter und aufschlussreicher Dokumentarfilm über einen Chor-Wettbewerb, der seit sechzig Jahren von der evangelischen Kirche im Norden Tansanias veranstaltet wird. Jeder Chor singt zwei Lieder, eines davon ist Martin Luthers „Ein feste Burg ist unser Gott“. Regisseurin Julia Irene Peters hat sich aus drei dieser Chöre jeweils zwei Menschen herausgepickt, die sie kurz in ihrem Alltag und bei den Proben begleitet. Durch die Auswahl der Sänger entsteht so etwas wie ein Querschnitt durch die Bevölkerung Tansanias. Im Vordergrund steht aber die Liebe zur Musik, das Singen ist den Chor-Mitgliedern Lebensfreude und Lebenssinn, es bedeutet Zusammenhalt und Geselligkeit. Durch die Anbindung an Luther werden auch Fragen des christlichen Glaubens verhandelt, ein kurzer geschichtlicher Abriss berichtet über die Missionierung und Kolonialisierung des Landes durch Deutschland. (programmkino.de)
„SING IT LOUD – LUTHERS ERBEN IN TANSANIA ist ein ungewöhnlicher Afrika-Film. Keine reißerische Elendsreportage und keine exotische Schönfärberei. Vielmehr ein Film über Menschen in schwierigen Verhältnissen, bei dem sich aber der optimistische Grundton immer wieder durchsetzt. Ein Film über die Liebe zur Musik und über ihre soziale Kraft.“ (DEUTSCHLANDRADIO)

Sa 3. bis Mo 5. Juni täglich um 17 Uhr
Am Sa 3. Juni mit anschließendem Filmgespräch mit den Regisseurinnen und den Mitglieder des KANAANI CHORS.

Regisseur BERTRAM VERHAAG


CODE OF SURVIVAL - Die Geschichte vom Ende der Gentechnik

Deutschland 2017, Farbe, 95 Min., FSK: o.A.
Regie: Bertram Verhaag

Trailer

Millionen Tonnen von Monsantos „Roundup“, mit seinem Hauptwirkstoff Glyphosat, werden Jahr für Jahr weltweit auf Felder ausgebracht. Diese Giftwaffe wird jedoch stumpf, denn die Natur bildet resistente Unkräuter, die sich in biblischen Ausmaßen vermehren und nun ein Superwachstum an den Tag legen, das Nutzpflanzen überwuchert und abtötet.
Dieser Form der zerstörerischen Landwirtschaft setzt CODE OF SURVIVAL drei nachhaltige Projekte entgegen: Die Teeplantage AMBOOTIA in Indien, in der überwältigenden Landschaft von Darjeeling/Himalaya. In 2000m Höhe erleben wir, wie nachhaltige ökologische Landwirtschaft eine ganze Region rettet. Die ökologische Anbauweise verhindert das Abrutschen der durch den Kunstdüngereinsatz erkrankten Teegärten.
Das Projekt SEKEM des alternativen Nobelpreisträgers Ibrahim Abouleish, der vor 40 Jahren inmitten der Wüste seine biologische Farm gründete. SEKEM beweist eindrücklich, wie man Wüste in fruchtbaren Boden verwandeln kann.
Der unbeugsame Bayer FRANZ AUNKOFER war einer der ersten Biobauern Deutschlands – auf alle Fälle aber der erste biologische Schweinemäster. Durch seine Pionierarbeit erwirtschaftet er inzwischen denselben Ertrag, wie im konventionellen Anbau – ohne einen Tropfen Gift. Nur der Bauer sollte an der Landwirtschaft verdienen und nicht die Chemiegiganten.
Der Film konfrontiert die heilende Kraft der ökologischen Landwirtschaft mit den Auswirkungen des giftgestützten Anbaus und wirft die Frage auf: In welcher Art von Landwirtschaft liegt der CODE OF SURVIVAL auf unserem Planeten?
Regisseur Bertram Verhaag macht seint über 30 Jahren Filme, u.a. DER BAUER UND SEIN PRINZ, BLUE EYD, GEKAUFTE WAHRHEIT, RESTRISIKO ODER DIE AROGANZ DER MACHT. Neun seiner Filme beschäftigen sich mit den fatalen Folgen von Gentechnik, über seinen neuen Film schreibt epd Film: „Bertram Verhaag zeigt in seinem preisgekrönten Dokumentarfilm mit beeindruckenden, spannungsvollen Bildern, die einem die Augen öffnen, wie einfach und überaus erfolgreich man mit der Natur arbeiten kann und nicht gegen Sie. Das macht CODE OF SURVIVAL nicht nur zu einem sehenswerten Film, sondern zum Pflichtprogramm für alle, die Mut schöpfen wollen.“

„Konsequent und beharrlich fühlt sich Regisseur Bertram Verhaag wichtigen Umwelt-Themen verpflichtet. Glaubwürdig beweist der preisgekrönte Münchner Autor und Produzent mit seiner engagierten Dokumentation erneut die inspirierende Kraft ökologischer Landwirtschaft als Perspektive zum zerstörerischen Gentechnik-Anbau. Allen Zweiflern zum Trotz zeigt er, dass die Landwirtschaft sie nicht braucht. Denn die erschreckenden Konsequenzen, wie vergiftete Böden, resistente Superunkräuter, verseuchtes Getreide und krankes Vieh lassen sich nicht länger leugnen. Dass der Schlüssel zur Zukunft der Welt in der Wertschätzung für die natürliche Umwelt liegt, erschließt sich nach diesen eindrücklichen Bildern fast von selbst.“ (programmkino.de)

„In CODE OF SURVIVAL geht es ums Leben. Um ein gutes Leben, ums Überleben. Ein Thema, das eigentlich Jeden etwas angeht. Ein engagierter Film von einem glaubwürdigen Filmemacher.“ (Bayerischer Rundfunk)

„Wann genau ich anfing, mich über das Kochen hinaus für die Herkunft unseres Essens zu interessieren, kann ich nicht genau sagen. Aber jede Veränderung fängt mit dem Wahrnehmen an. Seit Jahren bin ich ein großer Fan von Bertram Verhaags Filmen - sie schärfen unsere Wahrnehmung und geben Mut und Hoffnung zur Veränderung.“ (Sarah Wiener)

Der Film CODE OF SURVIVAL läuft
von Do 1. bis Mo 3. Juni täglich 19 Uhr
sowie von Di 6. bis Fr 9. Juni täglich 17 Uhr

Das Filmgespräch mit Regisseur Bertram Verhaag findet nach der Vorstellung
am Fr. 9. Juni in der Kinokneioe statt

Fimemacher Hans-Peter Lübke


AUF DER SUCHE NACH PAUL

Deutschland / Namibia 2016, Farbe, 82 Min.
Regie und Buch: Hans-Peter Lübke

Trailer und mehr

Spurensuche in Namibia, 2016. Als Missionarskind wird Hans-Peter Lübke 1960 in Namibia geboren. Er verbringt die ersten zehn Jahre seines Lebens in Afrika. Ein Foto von Paul und ihm fällt ihm während des Umzugs seiner Eltern in die Hände. Seitdem lässt ihn der Gedanke an seinen Freund nicht mehr los und er beschließt, nach Namibia zu reisen. Die Kindheit von Hans-Peter Lübke ist unmittelbar mit Paul verknüpft, inmitten der menschenunwürdigen Zeit der Apartheid. Mit der Kamera im Gepäck macht er sich auf, Paul zu suchen. Dabei trifft er auf verschiedene Namibier und erhält dadurch Einblick in das Land seiner Geburt. Und er wird an seine Kindheitserinnerungen geführt. Ob er Paul finden wird? (Programm der Biberacher Filmfestspiele 2016)
Eine sehr persönliche Spurensuche in Namibia
„Für den Film war ich 2012 und 2014 in Namibia. Vom Wiederfinden des Fotos bis zur Premiere brauchte ich fünf Jahre der Entwicklung.
Ich arbeitete allein. Kamera, Ton und Aufnahmeleitung vor Ort, Interviewführung und Termingestaltung ermöglichten große Effizienz. Aber daher waren die drei Wochen Drehzeit im Sommer 2014 sehr anstrengend.
Es war ja lange nicht klar, ob ich Paul finden könnte. Und für mich war klar, dass ich den Film nur machen kann, wenn Paul zu finden ist. Gelungen ist, wie ich finde, die Natürlichkeit der Menschen vor der Kamera, die ich kennen lernen konnte. Wir hatten Vertrauen zueinander und der technische Aufwand war sehr dezent. Keine weiteren Personen störten die empfindlichen Begegnungen.
Im Film kann man die Anspannung bei mir ablesen, bzw. die Freude und das Gelöstsein, nachdem wir uns wiedersahen.“ (Hans-Peter Lübke)

Matinée am Sonntag, 11. Juni um 12 Uhr mit anschließendem Filmgespräch mit dem Regisseur Hans-Peter Lübke.

mit anschließendem Filmgespräch mit Regisseur und Autor Hans-Peter Lübke

Zu Gast im Traumstern die Schauspieler Yaniss Lespert und Fanny Valette


MONSIEUR PIERRE GEHT ONLINE

Deutschland / Frankreich / Belgien 2017, Farbe, 101 Min., FSK: o.A.
Regie: Stéphane Robelin
Darsteller: Pierre Richard, Yaniss Lespert, Fanny Valette, Stéphanie Crayencour

Mosieur Pierre auf facebook
Trailer

Pierre ist Witwer, Griesgram und hasst Veränderungen aller Art. Tagein, tagaus schwelgt er in Erinnerungen an die gute alte Zeit und züchtet seltene Schimmelkulturen im Kühlschrank. Um den alten Herrn zurück ins Leben zu schubsen, verkuppelt seine Tochter Sylvie ihn mit Alex, einem erfolglosen Schriftsteller und Freund ihrer Tochter. Alex soll Pierre mit der fabelhaften Welt des Internets vertraut machen. Das ungewohnte Lernduo tut sich mächtig schwer, bis Pierre ausgerechnet über ein Datingportal stolpert. Dank der beruhigenden Anonymität des Internets entdeckt sich Pierre als Verführer und verabredet sich mit der jungen Flora – zum Glück hat er ja Alex, der sich geradezu anbietet, die Konsequenzen zu tragen. Der in großen Finanznöten steckende Alex akzeptiert Pierres unmoralisches, aber exzellent bezahltes Angebot und geht an Pierres Stelle zum Rendezvous. Dass sich Flora Hals über Kopf verliebt, bringt die Situation in eine gewisse Schieflage. Pierre ist sich sicher, dass seine verbale Verführungskunst Floras Gefühle geweckt hat. Ganz unschuldig können aber auch Alex` Küsse nicht gewesen sein. Vor allem aber sind es eigentlich die beiden Männer, die von Flora im Sturm erobert wurden, und nun endgültig im selben Boot sitzen, nur die Kapitänsfrage muss noch geklärt werden...
Französisches Kino vom Feinsten gelingt dem Regisseur des Kinohits UND WENN WIR ALLE ZUSAMMENZIEHEN mit seiner neuen Liebes- und Verwechslungskomödie. In der Hauptrolle flunkert sich der unverbesserliche Pierre Richard als hinreißender Charmeur und Cyrano der Datingcommunity durch halb Europa. Haarscharf geschliffene Dialoge, die große Lachlust verbreiten, und ein wunderbares Ensemble, dem der Spaß anzusehen ist, sorgen für eine herrlich neuzeitliche Komödie der Irrungen.

Nach der Vorstellung am Fr 23. Juni um 16.30 Uhr (OmU) sind zu Gast beim Publikumsgespräch die beiden Darsteller Yaniss Lespert und Fanny Valette
Der Film läuft zudem von Fr 23. bis Mo 26. Juni täglich um 19 Uhr
Matinée am So 25. Juni um 12 Uhr
Di 27. und Mi 28. Juni jeweils um 21 Uhr (Di in OmU)