zur Filmbeschreibung

Programm f├╝r: Mittwoch 13.02.2019

RAFIKI


Kenia 2018, Farbe, 83 Min., OmU, FSK: ab 12
Regie: Wanuri Kanihu
Darsteller: Samantha Mugatsia, Sheila Munyiva, Jimmi Gathu, Nini Wacera, Dennis Musyoka, Patricia Amira, Neville Misati u.v.m.

Rafiki ÔÇô der Titel bedeutet auf Suaheli Freund(in) ÔÇô ist der erste kenianische Film, der bei den Filmfestspielen in Cannes gezeigt wurde. In Kenia selbst, wo Homosexualit├Ąt noch immer unter Strafe steht, wurde der Film zun├Ąchst mit einem Auff├╝hrungsverbot belegt, das erst nach einer Klage der Regisseurin gelockert wurde. Basierend auf der preisgekr├Ânten Kurzgeschichte JAMBULA TREE (2008) der ugandischen Autorin Monica Arac de Nyeko, erz├Ąhlt Rafiki von einer afrikanischen Jugend, die entschlossen gegen Homophobie, religi├Âse Dogmen und die Strenge der Eltern aufbegehrt. Ein mitrei├čender Film, der vor Freiheitsliebe und Lebensfreude in strahlenden Farben leuchtet
Gute kenianische M├Ądchen werden gute kenianische Ehefrauen ÔÇô Kena lernt schon fr├╝h, was von M├Ądchen und Frauen in ihrem Heimatland erwartet wird: artig sein und sich dem Willen der M├Ąnner f├╝gen. So wird auch ihre alleinerziehende Mutter daf├╝r verantwortlich gemacht, dass ihr Mann sie f├╝r eine j├╝ngere Frau verlassen hat. Doch die selbstbewusste Kena l├Ąsst sich nicht vorschreiben, wie es zu leben hat. So freundet sie sich auch mit der h├╝bschen Ziki an, obwohl ihre V├Ąter politische Konkurrenten sind. Das Gerede im Viertel ist den M├Ądchen zun├Ąchst ziemlich egal. Doch als sich Kena und Ziki ineinander verlieben, m├╝ssen sie sich entscheiden: zwischen der vermeintlichen Sicherheit, ihre Liebe zu verbergen, und der Chance auf ihr gemeinsamen Gl├╝ck...

Dass afrikanische Teenager sich in Filmen ihrer Heimatl├Ąnder k├╝ssen, war bislang rar. Weil es in RAFIKI, dem Spielfilmdeb├╝t von Regisseurin Wanuri Kanihu, nun auch noch zwei junge Frauen sind, wurde die Geschichte einer zarten Freundschaft in Kenia vor ihrer Premiere sogar mit einem Auff├╝hrungsverbot belegt. Gro├čer Andrang daher bei den wenigen Vorstellungen, als dieses befristet aufgehoben wurde, damit RAFIKI als kenianischer Kandidat f├╝r den Auslands-Oscar zur Verf├╝gung stehen konnte. Die Wahl fiel letztlich zwar auf SUPA MODO von Likarion Wainaina, ├Ąndert aber nichts am frischen Wind in der afrikanischen Filmlandschaft und wie hier offene und lebendige Einblicke in eine fremde Welt und auf den freiheitsliebenden Drang der dort lebenden Jugendlichen und der vorherrschenden gesellschaftlichen Konflikte und Dynamiken geliefert werden. (programmkino.de)

So 17. bis Mi 20 Februar t├Ąglich um 21.30 Uhr

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