zur Filmbeschreibung

Programm f├╝r: Mittwoch 13.02.2019

CHARLY WELLER liest


Frankfurt am Main in Angst und Schrecken.
Die IAA bedroht von Anschl├Ągen und w├Ąhrend einer Pressekonferenz ein Attentat auf einen Entwicklungs-Ingenieur, der ma├čgeblich am Verbau der Diesel-Betrugs-Software beteiligt war. Alle Polizeikr├Ąfte sind mobilisiert, um die Lage in den Griff zu kriegen.
Als dann noch im n├Ârdlichen Stadtteil Bonames eine junge Bankangestellte erschossen am Steuer ihres Kleinwagens aufgefunden wird, fordert man den Gie├čener Kommissar Roman Worstedt ÔÇô hinter seinem R├╝cken despektierlich ┬╗Worschtfett┬ź genannt ÔÇô als Spezialisten f├╝r soziale Brennpunkte an. Er kennt Frankfurt noch aus der Zeit, als er nach der Polizeischule beim Vierten Revier im Bahnhofsviertel Bereitschaftspolizist war. Nun soll er gemeinsam mit seiner Kollegin Regina Maritz die Ermittlungen ├╝bernehmen. Je mehr das Ermittlerduo ├╝ber die Hintergr├╝nde der unterschiedlichen Verbrechen zutage f├Ârdern, desto mehr scheinen diese auf ersch├╝tternde Weise miteinander verwoben zu sein.

In gewohnter Weller-Manier sind die Stationen der polizeilichen Aufkl├Ąrung auch in Wellers mittlerweile f├╝nftem Krimi gespickt mit mehr oder weniger skurrilen Ereignissen und Zusammenh├Ąngen. So spielen Warane ebenso eine Rolle wie Krantaler in Senfkristall-Gl├Ąsern, Wasserh├Ąuschen, anderhuren, U-Bahn-Kontrolleure, Gerichtsvollzieher, Ball-Paradox-Abende oder etwa Whistleblower. Dabei scheinen die einzelnen Geschehnisse zun├Ąchst mehr oder weniger zusammenhanglos in die Handlung einzuflie├čen, bis klar wird, dass jede noch so kleine Nebens├Ąchlichkeit mit dem Fortschreiten des Geschehens zu gro├čer Wichtigkeit erwachsen kann.
Geschickt werden die Handlungsf├Ąden zu einem Spannungsbogen verkn├╝pft, der keinen Zweifel l├Ąsst, dass Wellers Kenntnisse ├╝ber die Main-Metropole nicht ÔÇô wie bei manch anderen Autoren nahliegend ÔÇô gerade mal vom Stadtplan her einflie├čen, sondern dass er die Stadt von eigenem Erleben her kennt. Kein Wunder. War er doch hier (gewisserma├čen als Kollege von Joschka Fischer)
einige Jahre als Taxifahrer t├Ątig, bevor er mit zahlreichen Folgen der TV-Serien EIN FALL F├ťR ZWEI, DIE KOMMISSARIN oder SCHWARZ GREIFT EIN als Regisseur von ihren mehr oder weniger unbekannten Seiten kennenlernen konnte.
So f├╝hrt er z. B. in eine Sachsenh├Ąuser Wohnung, wo Warane gez├╝chtet werden, zu Prostituierten aus dem Amsterdamer Rotlichtmilieu, die sich w├Ąhrend der IAA als Wanderhuren verdingen oder abgewichsten B├Ąnkern, die ihre Kunden mit fragw├╝rdigen Methoden ├╝ber den Tisch ziehen.
In W├╝rdigung dieser ungew├Âhnlichen Betrachtungen hat das Frankfurter Kulturmagazin STRANDGUT Wellers neuen Roman mit den Worten apostrophiert:
Charly Weller stellt den Frankfurt-Krimi auf den Kopf. So hat man die Stadt noch nicht gesehen. Lang lebe Kommissar Roman Worschtfett!

Charly Weller liest aus seinem neuen Buch am
Fr 15. Februar um 20 Uhr in der Kinokneipe

Zum Seitenanfang