SommerMusik Welten 2020

SommerMusik Welten

Das Festival für transkulturelle Musik


Im Rahmen des Mittelhessischen Kultursommers
präsentiert KünstLich e.V. - Kultur Innovation Bildung
SOMMER MUSIK WELTEN 2020 - das Festival für transkulturelle Musik

Dieses Festival findet zum 14. Mal in Lich statt und wird von künstLich e.V. mit Unterstützung des Kultursommer Mittelhessen veranstaltet.
Zu den Konzerten werden Ensembles und Künstler*innen eingeladen, die entweder authentische traditionelle Musik ihrer jeweiligen Kultur spielen oder in denen Musiker*innen unterschiedlicher Kulturen zusammenwirken und so neue, eigenständige Musikformen entstehen lassen.

Die Konzerte finden im Kino Traumstern und im Kulturzentrum Bezalel-Synagoge statt, beides Orte, welche durch ihre einzigartiger Akustik und Atmosphäre für diese besonderen Konzertabende bestens geeignet sind. Neben internationalen Ensembles wird in jedem Jahr auch eine regionale Formation zu diesem Festival eingeladen, welche das Abschlusskonzert spielt.


YVONNE MWALE - Sambia / DE – Free Soul


Yvonne Mwale – Gesang
Tilmann Höhn – Gitarre
Andreas Neubauer – Schlagzeug
Nico Hering – Keyboard
Matthias Deisenroth – Bass

Listen

Als Künstlerin, die in der Welt zu Hause ist, meldet sich die leidenschaftliche und vielseitige Yvonne Mwale nun mit ihrem inzwischen vierten Album „Free Soul“ eindrucksvoll zurück.
Aus der Eastern Province Sambias via Lusaka und Frankfurt am Main in den Hintertaunus – das sind vier Stationen im Zeitraffer von Yvonne Mwales Reise im Glück. Als Mensch und als Musikerin. Nur wie hat eine afrikanische Sängerin zu klingen, die sich fern der Heimat in Deutschland niedergelassen hat? Man kann ihr in „Free Soul” anhören, dass sie die Angst verloren hat, jedwede Erwartungshaltungen erfüllen zu müssen. Es galt die Schale zu knacken, die Freiheit zu suchen, seinen Gefühlen in ganzer Konsequenz Ausdruck verleihen zu können und sich durch Musik auszudrücken und auszutauschen. Die sambische Afrosoul-Sängerin bewegt sich ganz selbstverständlich zwischen Tribal Music, Soul, Jazz und schaut unterwegs beim Funk vorbei. „Kommunikation mit Menschen, von Seele zu Seele”, formuliert die Sängerin ihren Anspruch.
„Die sambesische Sängerin mit der Sonne in der Stimme verkörpert mit ihrer unendlichen Energie, ihrer Leidenschaft und der begnadeten Stimme die Musik des afrikanischen Kontinents.“
rbb

„Yvonne Mwale stammt aus Sambia, lebt in Frankfurt und bringt mit Ninkale - Let Me Be ein (stimm-)starkes Album heraus. Blues Jazz, Soul und eine würzige Prise Afrika mischt die Mittzwanzigerin zu einer süffigen, ungemein frisch klingenden Mischung, die nicht zuletzt dank ihrer prägnanten, charaktervollen Stimme ganz schnell in ihren Bann zieht.“
Jazzthetik

„Yvonne Mwale, die ihre Eltern im Alter von 12 Jahren verlor und danach lange Zeit auf der Straße leben musste, weiß, wovon sie singt, wenn sie Gewalt, Armut, Kinderarbeit und das Hoffen auf ein besseres Leben thematisiert. Aber ihre Songs sind nie düster oder hoffnungslos, sondern atmen immer ein unbändiges und positives Lebensgefühl.“
inMusic/inHard

Mi 23. Sept um 20 Uhr im Kino Traumstern

RADIO EUROPA - together in music


„Unsere Musik hat uns eng verbunden und sie erzählt von fünf ganz persönlichen Europageschichten aus Deutschland, Österreich, Ungarn, Russland und Schweden!“
Feiern, Tanzen, Staunen und sich Begeistern – diese Begriffe fallen derzeit nicht oft beim Thema Europa. Die Krise drückt die Stimmung. Dem entgegen setzt RADIO EUROPA ein großes Fest der europäischen Musik! Mit dem ersten Takt beginnt der musikalische Höhenflug über den ganzen Kontinent. „Europa von seiner schönsten Seite in zwei Stunden“ und auf einmal hat man es wieder – dieses ergreifende Gefühl von Freiheit, Abenteuer, Leidenschaft und Zuneigung füreinander.
Unzählige Reisen und Begegnungen, hunderte Improvisationen und Sessions stehen hinter den Melodien, die Radio Europa über alle Winde verstreut gesammelt hat. Manche tragen die Seele von Ländern, manche das Geheimnis einer Zweisamkeit und die meisten wollen vor allem getanzt werden!
Die vielfach ausgezeichneten Musiker „senden auf breiter europäischer Welle“. Mit traumwandlerischer Tiefe und atemberaubender Virtuosität bewegen sie sich mit Leichtigkeit zwischen französischer Musette, Irish Folk, Balkanrhythmen, mediterranen sowie skandinavischen Klängen. Dazwischen glänzen leidenschaftliche Weisen der Roma und Sinti und Melodien die vielleicht nie die Dörfer verlassen haben aus denen sie stammen. Am Ende steigen sogar die großen Komponisten der Klassik ein in dieses bunte Karussell in dem alles nur Musik ist!

Listen

Es spielen:
Joerg Widmoser
wuchs in München als Sohn österreichischer Eltern auf. Er war nie auf einer Musikhochschule sondern lernte das Violinspiel einfach autodidaktisch. Bereits früh entwickelte er eine brennende Leidenschaft für den schwarzen amerikanischen Jazz. Noch heute ist er einer der wenigen europäischen Musiker, die regelmäßig in der schwarzen Szene amerikanischer Jazzzentren wie Philadelphia und New York zu Gast sind. Joerg Widmoser ist einer der bemerkenswertesten Geiger weltweit und machte sich auch mit Projekten in der klassischen Musik einen Namen, unter anderem durch das von ihm geleitete Modern String Quartett. Er schrieb unzählige Kompositionen und nahm über 100 CDs auf. Seine Konzertreisen führten ihn nach Ungarn, Rumänien, Serbien, Polen, Türkei, Griechenland, Tschechien, Österreich, Schweiz, Spanien, Frankreich, Luxemburg, Niederlande, Belgien, Italien, Congo, Camerun, Nigeria, Togo, Ghana, Elfenbeinküste, Senegal, Ägypten, Sudan, Jordanien, Syrien, Libanon, Israel, Zypern, Vereinigte Arabische Emirate, Java, Bali und natürlich USA.

Andreas Wiersich
er entstammt einerseits einer alten bayerischen Musikerfamilie und andererseits einer breslauer Ahnenlinie. Über mehrere Generationen wirkten die Vorfahren vor allem in der Kirchen-, Schul,- und Orchestermusik. Der Gitarrist erlernte ab dem sechsten Lebensjahr Klavier, angeleitet von seiner Großmutter, einer vielseitigen Organistin und Musiklehrerin in einem kleinen oberbayerischen Dorf im Landkreis Pfaffenhofen a. d. Ilm. Mit 14 Jahren bekam er von seinem Onkel, einem Geiger im Staatsorchester Rheinland-Pfalz, eine Violine. Letztlich galt seine Liebe aber der Gitarre. Nachdem Andreas Wiersich zuerst in München und dann in Nürnberg Musik studierte bereiste er vier Jahre lang große Teile Europas als Musiker und lernte so die verschiedenen musikalischen Strömungen aktiv kennen. Neben dem aktiven Musizieren beschäftigt er sich vor allem mit Literaturbearbeitung, der Produktion von Hörspielkonzerten, Musikmarketing, Projektentwicklung und der Musikausbildung.

Wolfgang Lell
Wolfgangs Familiengeschichte führt weit nach Osten in die russische Stadt Saratow. Sein Vater Benedikt Lell lebte dort als gelernter Musiker und Schauspieler. Nach 1945 blieb er in Nürnberg und arbeitete dort als Gitarrist, Bassist, Sänger und Akkordeonspieler. Auch Wolfgangs Mutter Lydia war eine begabte Pianistin. Kein Wunder, daß er seine ersten Erfahrungen mit Musik im Alter von 6 Jahren durch den elterlichen Unterricht machte. Zuerst an der Ukulele und Gitarre, danach an der Melodica, ab dem 8. Lebensjahr dann am Klavier und später am Akkordeon. Sein Vater nahm in bald auf seine Auftritte mit und so lernte Wolfgang eine Vielzahl von Stücken direkt auf der Bühne und sammelte so ein riesiges Repertoire an. Heute führen ihn Tourneen nach Frankreich, Luxemburg, Dubai, Mazedonien, und durch ganz Deutschland. 2007 erhielt er den Kulturförderpreis der Stadt Nürnberg. Seit 2010 ist er mit den „Houbous“ fester Bestandteil der Sendung „Kabarett aus Franken“ im Bayrischen Fernsehen. Wolfgang Lell verbindet eine besonders große Liebe mit dem EU-Land Slowenien, das er innerhalb von 19 Jahren exakt 99mal besuchte. Die dortige Musikkultur und Lebensart hat ihn geprägt.
Alex Bayer
wuchs in Stockholm, Mailand und Süddeutschland auf. Seine Vorfahren stammen aus Polen, Deutschland und den USA. Alex´ Leben gleicht förmlich eine Reise! Ausgelöst durch ein Konzerterlebnis im Alter von 5 Jahren hatte er bereits seit dem ein starkes Interesse an grenzüberschreitenden Musik- und Kunstformen und auch ein besonderes Interesse an Landeskulturen und Sprachen. Erstaunlicherweise führte sein Weg zur Musik über den Computer. Mit dem Erscheinen der ersten Heimcomputer begann Alexander spielerisch Musik zu produzieren. Im Jugendalter führte ihn der Weg, inspiriert von der Rockgruppe Queen, über die klassische Gitarre zum E-Bass und Kontrabass, die Instrumente, die er schließlich an der HFM Nürnberg studierte. Tourneen und Studienaufenthalte brachten ihn nach Brasilien, USA, Mazedonien, Polen, Norwegen, Österreich, Dänemark, Ukraine, Schweiz, Holland, Bulgarien und in weitere Länder. Alex Bayer ist bekannt für seine Experimentierfreudigkeit und seine im positiven Sinn sprunghafte Begeisterung an den verschiedensten musikalischen Spielformen!
Roland Duckarm
ist ungarischer-deutscher Abstammung und wuchs in Rumänien auf bis er mit seinen Eltern im Alter von 10 Jahren nach Regensburg zog. Der Schlagzeuger und Perkussionist entwickelte bereits mit drei Jahren eine große Faszination für das Musizieren. Bei Dorffesten und Hochzeiten schaute er sich bereits die grundlegenden Spielweisen ab und versuchte alles was er dort musikalisch erlebte nachzuahmen. Er lernte ununterbrochen weiter und studierte schließlich Musik an der HFM Nürnberg. Heute gilt Rolands Interesse neben der Musik vor allem dem Kennenlernen verschiedener Kulturen und Lebenslehren sowie dem Erlernen etlicher Sprachen. Neben den verschiedenen kulturellen Strömungen Europas beschäftigt er sich intensiv mit der indischen, lateinamerikanischen und afrikanischen Kultur.

Live im Traumstern am Do 24. Sept um 20 Uhr

KADRI VOORAND in Duo with Mihkel Mälgand


Kadri Voorand - Vocals, Piano
Mihkel Mälgand - Bass

Reinhören

Auf ihrem ACT-Debüt „In Duo with Mihkel Mälgand“ (VÖ: 28. Februar 2020) entwirft die charismatische 33-jährige Sängerin, Songwriterin und Pianistin Kadri Voorand voller Leidenschaft ein Klanggemälde im Großformat. Ihr enormes Spektrum reicht dabei von akustischem Folk-Pop über R&B und Elektro bis zu Vokaljazz und lautmalerischer Improvisation. In ihrer Heimat Estland ist Voorand damit bereits ein Star, so gewann sie kürzlich die “Estonian Music Awards” als bester weiblicher Künstler wie für das beste Jazz Album. Auch als Produzentin wurde sie bereits ausgezeichnet, eine Bestätigung ihres besonderen Gespürs für zeitgenössische Gesangsästhetik, verbunden mit dem feinfühligen Umgang mit elektronischen Effekten und Loops.
Das neue Album “In Duo with Mihkel Mälgand” versammelt und betont all ihre Qualitäten: als ausdrucksstarke, energische, phantasievolle und geschmeidige Sängerin wie als Songwriterin mit einem eigenen, originellen und humorvollen Stil.

Schon als kleines Mädchen sang Voorand im Volksmusik-Ensemble ihrer Mutter und lernte klassisches Klavier, später studierte sie Jazz an den Akademien in Tallinn und Stockholm. Ihre Virtuosität und Vielseitigkeit unterstrich sie schnell nicht nur mit eigenen Projekten, sondern auch im A-Capella Vokalsextett “Estonian Voices” sowie mit Kompositionen für Film, Kammerchor und klassisches Orchester. International sorgte sie durch die Zusammenarbeit mit dem estnischen Komponisten Tõnu Kõrvits auf seinem Album “Mirror” für Aufsehen.
Die wahre Kadri Voorand aber bekommt man im Duo mit Mihkel Mälgand, einem gefragten Bassisten, der bereits mit Nils Landgren, Dave Liebman oder Kurt Elling spielte und im vergangenen Jahr den dänischen Jazz Award gewann. Durch ihr lange, schon auf vielen internationalen Festivals vorgestellte und vertiefte Zusammenarbeit – für das neue Album komponierte und arrangierte Mälgand einige Songs mit - sind die beiden perfekt aufeinander eingespielt
Pressestimmen:
„Kadri Voorands Energie kann man sich kaum entziehen. In ihrer Heimat längst ein Star, jetzt auch hier zu entdecken.“
3sat Kulturzeit

„Die Ausdrucksmöglichkeiten von Kadri Voorand scheinen unendlich zu sein. Die Welt wird ihr ungeheures Talent noch entdecken. In Deutschland sind wir, ist sie mit diesem Album schein mal einen Schritt weiter.“
Deutschlandfunk Kultur

„Ihr neues Album zeichnet sich aus durch ihren Drang nach Freiheit. Sich nicht auf einen Musikstil festlegen zu müssen und so zu spielen, wie sie sich gerade fühlt. Ihre Songs schweben daher stilistisch irgendwo zwischen Volksmusik, Jazz und Heavy Metal. Von leise, filigran und lyrisch bis hämmernd und brachial reicht ihre Bandbreite. Also: vielseitig, abwechslungsreich und überraschend.“
WDR (Album der Woche)

„Das Album entpuppt sich als musikalische Schatzkiste, prall gefüllt mit behutsam produzierten Songs, eingespielt mit großer Spielfreude, Liebe zum Detail und sorgfältig eingebetteter Virtuosität.“
Jazzthetik

Fr 25. Sept 19.30 Uhr im Kulturzentrum Bezalel Synagoge

LEVANTE - WIND


Sie spielen die Musik der Menschen, die an den warmen Meeren des Südens leben. Von Batumi im Osten des Schwarzen Meeres bis Casablanca, von Aden am indischen Ozean bis Bordeaux am Atlantik. Und gelegentlich nehmen sie den Weg über den Kaukasus oder die Alpen um zu tun, was Musiker schon immer getan haben: Die Musik der Nachbarn aufgreifen und sie auf eigene Weise spielen.
Überall in der mediterranen Welt ist die Levante das Land im Osten, der Ort, an dem die Sonne aufgeht. Der Levantewind weht warm und erfrischend zugleich durch die Region und verbindet die großen Kulturen. LevanteWind, das sind orientalische Harmonien, hypnotische Rhythmen und Melodien voller Freude und Trauer.

Hören

Samstag, 26.Sept um 19.30 im Kulturzentrum Bezalel Synagoge