Zu Gast im Traumstern

Filmemacherin LILO MANGELSDORFF


MONOVI NEBRASKA

Deutschland 2017, Farbe, 80 Min., FSK: ab
Konzept, Regie, Produktion: Lilo Mangelsdorff
Mit Elsie Eiler undGästen der Monowi Tavern

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Im Norden von Nebraska, im Mittleren Westen der USA mit seinen dünn besiedelten weiten Landschaften, zwischen Prärien und grasenden Rindern liegt Monowi, ein Ort wie aus der Zeit gefallen. Auf den ersten Blick eine Geisterstadt, mit baufälligen Häusern, wilden Gärten und von der Natur zurückeroberten Ruinen. Auf dem Ortsschild von Monowi steht eine 1. Das weist auf die einzige Einwohnerinhin: Elsie Eilerlebt hin. Mit über 80 Jahren immer noch rüstig, betreibt sie ihre „Monowi-Tavern“.Die Schankerlaubnis stellt sie sich selbst aus, denn sie ist gleichzeitig Bürgermeisterin und Sheriff des Ortes und unterhält eine öffentliche Bibliothek. In ihrer Kneipe trifft sich die ländliche Bevölkerung, es ist ein Mikrokosmos des 'good old America, ein beliebter Treffpunktin dieser weitläufigen Gegend. Elsie Eiler ist glücklich, hier zu leben, hier ist sie aufgewachsen, es ist ihre Heimat und sie fühlt sich wohl unter ihren Gästen, manche kennt sie seit ihrer Jugend. In ihrer Monowi-Tavern, eine Art öffentliches Wohnzimmer der Farmer und Handwerker, serviert sie ihren Gästen humorvoll The Coldest Beer in Town und The Best Hamburgers. MONOWI, NEBRASKA ist eine visuelle Erkundung, eine filmisch-topographische Annäherung an Vergängliches, an Landflucht und Heimatgefühl. Der Film fängt die Stimmung des Ortes im Sommer ein und zeigt einen ländlichen Mikrokosmos der Bewohner dieser Gegend. Geprägt wird der Film durch seine Protagonistin Elsie Eiler, die in diesem Ort als einzige Bewohnerin lebt und dennoch nie einsam ist in der Gesellschaft ihrer Gäste.

Die Frankfurter Filmemacherin Lilo Mangelsdorff stellt ihren Film persönlich im Kino Traumstern vor.
Film und Filmgespräch am Mi 7. August um 19.30 Uhr


Regisseur Stephan Hilbert


CONGO CALLING

Deutschland 2019, Farbe, 90 Min., FSK: ab
Regie: Stephan Hilbert

Trailer & Info

Im Dokumentarfilm CONGO CALLING folgt Regisseur Stephan Hilpert drei Entwicklungshelfern in den Kongo. Statt das Land und die Hilfsprojekte zu beschreiben, erzählt er von den ganz privaten Problemen und Erlebnissen seiner Protagonisten.
Peter, der 30 Jahre lang Entwicklungshilfe in Afrika geleistet hat, ist mit 65 Jahren zu alt für seinen Job – seine Herzensheimat Afrika möchte er jedoch nicht verlassen. Raul forscht für seine Doktorarbeit über hiesige Rebellengruppen und muss erkennen, dass die Forschungsgelder seine kongolesischen Mitarbeiter in Versuchung führen. Das Projekt ist gefährdet. Anne-Laure hat ihre Stelle als Entwicklungshelferin aufgegeben. Sie arbeitet nun für ein kongolesisches Musikfestival und kämpft mit ihrem regimekritischen Freund und anderen Einheimischen für eine bessere Zukunft. Auch sie stößt an ihre Grenzen. Drei unterschiedliche Erfahrungen – doch alle eint die Frage: Wie hilfreich ist die Hilfe Europas? (Janna Lihl/ DOK.fest München)
Der Film hat gerade den FFF Förderpreis auf dem DOK.fest München gewonnen. Das sagt die Jury: „Zurückhaltend und dabei doch mit großer Nähe erzählt Stephan Hilperts CONGO CALLING vom Dilemma europäischer Entwicklungshilfe und ihrem Scheitern, im Großen wie auch im Kleinen. Dass dieser filmische Spagat gelingt, ist nicht zuletzt der unaufdringlichen und gleichzeitig präzisen Kamera zu verdanken, die den Zuschauer mit nimmt auf eine Reise in das politisch unruhige Herz Afrikas.“
https://www.stephanhilpert.com/tagged/congocalling

Regisseur Stephan Hilbert stellt am Mi 14. August um 19.30 Uhr seinen Film CONGO CALLING persönlich vor uns steht zum anschließenden Filmgespräch zur Verfügung.